Was du über Alkohol und Drogen im Strassenverkehr wissen musst.

Alkohol im Strassenverkehr

Alkohol

Wer fährt, trinkt nicht! Alkohol wirkt bereits nach dem Konsum von geringen Mengen. Die Unfallgefahr steigt ab 0,5 Promille nachweislich an, bei Neulenkenden schon deutlich früher. Schwere Alkoholunfälle konzentrieren sich auf die Nachtstunden, insbesondere auf jene an den Wochenenden. Senke die Gefahr in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden: bleib nüchtern oder organisier dir einen Angel-Driver.

Verhaltenstipps

Wer fährt?

Lege mit deinen Freunden und Freundinnen vor dem Ausgang fest, wer der Angel Driver ist, nüchtern bleibt und alle sicher nach Hause bringt. Nicht einsteigen, wenn du unsicher bist, ob der oder die Fahrer:in nüchtern ist.

Organisiere dich.

Hast du keinen Angel-Driver, dann schau nach, wann der Nachtbus fährt, speichere die Nummer eines Taxiunternehmens oder lass dich von einer nüchternen Person abholen.

Schlafe aus.

Der Abbau von Alkohol verläuft langsam, ungefähr 0,1 Promille pro Stunde. Bist du betrunken, dauert es rasch einen halben Tag, bis du wieder fahrfähig bist.

Auswirkungen von Alkohol im Strassenverkehr

Alkohol wirkt auf Körper und Verhalten. Eingeschränkte Fähigkeiten kombiniert mit Selbstüberschätzung führen zu einer erhöhten Unfallwahrscheinlichkeit.

Alkohol bremst den Körper aus.

Die Reaktionsfähigkeit ist erheblich verlangsamt. Die Sicht ist verschwommen, teilweise sieht man doppelt. Das Sichtfeld wird seitlich durch den Tunnelblick eingeschränkt. Die verschlechterte Motorik erschwert die Bedienung des Fahrzeugs. Der Gleichgewichtssinn ist gestört und beeinträchtigt das Fahrgefühl.

Weniger Hemmungen, mehr Risiko.

Alkohol senkt die Hemmschwelle und die Risikobereitschaft steigt. Situationen und die eigenen Fähigkeiten werden falsch eingeschätzt.

Alkohol im Blut.

Ein kleiner Prozentsatz des Alkohols wird über die Mundschleimhaut und den Magen aufgenommen, 95% gelangen über den Dünndarm ins Blut. Der Blutalkoholspiegel wird durch die Menge und Art der konsumierten Getränke und die Geschwindigkeit, mit der du trinkst, beeinflusst. Alkohol wird auf nüchternen Magen schneller aufgenommen als mit einer Mahlzeit.

Der Körper baut Alkohol langsam ab.

Alkohol entfaltet nach rund 20 Minuten seine Wirkung. Gleichzeitig beginnt die Leber, den Alkohol abzubauen. Eine gesunde Leber kann in der Stunde 0,1 bis 0,15 Promille abbauen. Dieser chemische Prozess kann nicht beschleunigt werden. Wasser, Kaffee, eine kalte Dusche oder Sport verbessern zwar das körperliche Befinden, der Promillewert bleibt aber unverändert. Finde mit unserem Promillometer heraus, wann du wieder nüchtern und fahrfähig bist.

Gesetz zum Alkohol im Strassenverkehr

Damit du nicht mit dem Gesetz in den Konflikt kommst, ist unsere Empfehlung: Wer fährt, trinkt nicht; wer trinkt, fährt nicht.

Die Polizei kontrolliert.

Alkoholkontrollen können verdachtsfrei, das heisst ohne konkreten Anlass wie auffälliges Fahrverhalten oder Alkoholgeruch durchgeführt werden. Beweissichere Atem-Alkoholmessgeräte geben Milligramm Alkohol pro Liter Atemluft an (mg/l). Beispielsweise entsprechen 0,25 mg/l einem gesetzlichen Promillegrenzwert von 0,5.

Wie viel ist zu viel?

Promillewerte von 0,5 bis und mit 0,79 gelten als «einfache Trunkenheit». Diese wird mit einer Busse geahndet, führt jedoch nicht zwingend zum Fahrausweisentzug. Ab 0,8 Promille spricht man von «qualifizierter Trunkenheit» und der Fahrausweis muss für mindestens drei Monate abgegeben werden, im Wiederholungsfall gar für mindestens zwölf Monate. Wer mit 1,6 oder mehr Promille kontrolliert wird, verliert den Fahrausweis auf unbestimmte Zeit und muss sich einer Fahreignungsabklärung unterziehen.

Null-Promille-Regel

Für Neulenkende, Berufschauffeure:eusen und Begleitpersonen von Lernfahrenden gilt die Null-Promille-Regel. Zuwiderhandlungen bis 0,79 Promille werden mit Busse bestraft. Ab 0,8 Promille folgt zusätzlich ein Führerausweisentzug verbunden mit Verlängerung der Probezeit um ein Jahr. Im Wiederholungsfall wird der provisorische Ausweis annulliert.

Versicherung kürzt Leistungen.

Im Falle eines Unfalls wegen Grobfahrlässigkeit – dazu gehören unter anderem auch Drogen und Alkohol am Steuer – haben die Versicherungen die gesetzliche Pflicht, Leistungen zu kürzen. Die Haftpflichtversicherung, die Ansprüche Dritter bezahlen muss, fordert einen Teil der Kosten zurück (Regress). Im Falle von Personenschäden können Kürzungen bei Taggeldentschädigungen und Renten vorgenommen werden. Die Kosten eines Unfalls mit Verletzten betragen schnell mehrere hunderttausend Franken.

Betrunken Velofahren?

Betrunken Fahrrad zu fahren, ist gefährlich und verboten. Es droht eine Busse und bei hohen Promillewerten ein Führerscheinentzug und eine Fahreignungsabklärung.

Und übrigens…

Wer eine Person zum Trinken ermuntert, obwohl klar ist, dass diese anschliessend motorisiert unterwegs ist, macht sich als Mittäter:in strafbar. Dies gilt für Wirte und Wirtinnen, Gastgeber:innen, aber auch für Kollegen und Kolleginnen.

Drogen im Strassenverkehr

Drogen

Abgesehen von Tabak und Alkohol sind Drogen und deren Konsum in der Schweiz generell verboten. Im Strassenverkehr gilt für alle Betäubungsmittel die sogenannte «Nulltoleranz». Auch wenn du die Wirkung nicht mehr spürst, kann noch Wochen später der Drogenkonsum nachgewiesen werden und zu einem Fahrausweisentzug führen.

Verhaltenstipps

Organisiere dich

Schau nach, wann der Nachtbus fährt, speichere die Nummer eines Taxiunternehmens oder lass dich von einer nüchternen Person abholen.

Wer fährt?

Lege mit deinen Freundinnen oder Freunden vor dem Ausgang fest, wer clean bleibt und alle sicher nach Hause bringt. Nicht einsteigen, wenn der oder die Fahrer:in Drogen konsumiert hat.

Informiere dich

Wie wirkt die Substanz und wie lange dauert der Rausch? Informationen findest du bei: saferparty.ch, know-drugs.ch und eve-rave.ch.

Warten

Es ist schwierig zu sagen, wann du wieder fahrfähig bist. Wenn du auf deinen Fahrausweis angewiesen bist, konsumiere keine Drogen.

Auswirkungen von Drogen im Strassenverkehr

Drogen verändern oder verringern das geistige und körperliche Leistungsvermögen.
Darum gilt: Am Steuer nie!

Cannabis

Wenn du kiffst, bist du entspannt, gelassen und dein Zeiterleben wird verlangsamt. Konzentrationsschwierigkeiten, verzögerte Reaktion und eingeschränktes Sehvermögen machen die Teilnahme am Strassenverkehr gefährlich.

CBD

Cannabidiol-Produkte, die einen THC-Gehalt von unter 1% aufweisen, sind in der Schweiz legal erhältlich. Du solltest nach CBD-Konsum trotzdem nicht fahren, denn einerseits können bereits kleine Mengen an THC zu einem positiven Bluttest führen. Andererseits hat auch CBD eine dämpfende Wirkung, welche die Fahrfähigkeit beeinflussen kann

Kokain

Kokain steigert deine Risikobereitschaft und senkt deine Hemmungen. Du begibst dich in gefährliche Situationen und fährst rücksichtslos und aggressiv. Es können Muskelkrämpfe und erhöhter Blutdruck auftreten.

Amphetamin

Unter Speed fährst du schneller und aggressiver. Du wirst nervös, gereizt und dein Körper reagiert möglicherweise mit Übelkeit und Kopfschmerzen.

Ecstasy

Du nimmst Farben, Licht und Töne anders wahr und bist enthemmt. Deine Leistungsfähigkeit und dein räumliches Vorstellungsvermögen sind beeinträchtigt.

Gesetz zu Drogen im Strassenverkehr

Grenzwert

Es gilt die Nulltoleranz. Ein positiver Befund wird als Fahrunfähigkeit gewertet und ist eine schwere Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz. Er hat den sofortigen Entzug des Fahrausweises für mindestens 3 Monate zur Folge. Zudem ist mit einer hohen Busse und unter Umständen sogar mit einem bedingten oder unbedingten Freiheitsentzug zu rechnen.

Nachweisbarkeit

Die Nachweisbarkeit von Substanzen in Blut und Urin variiert stark von Person zu Person und ist abhängig von Häufigkeit und Intensität des Konsums. Im Blut ist der Substanzgebrauch während 8 bis 30 Stunden nach dem Konsum direkt nachweisbar, im Urin während zwei bis vier Tagen. Mit modernen Laboranalysen kann Substanzgebrauch aufgrund der Abbauprodukte über mehrere Wochen und zum Teil Monate nachgewiesen werden.

Versicherung kürzt Leistungen

Im Falle eines Unfalls wegen Grobfahrlässigkeit – dazu gehören unter anderem auch Drogen und Alkohol am Steuer – haben die Versicherungen die gesetzliche Pflicht, Leistungen zu kürzen. Die Haftpflichtversicherung, die Ansprüche Dritter bezahlen muss, fordert einen Teil der Kosten zurück (Regress). Im Falle von Personenschäden können Kürzungen bei Taggeldentschädigungen und Renten vorgenommen werden. Die Kosten eines Unfalls mit Verletzten betragen schnell mehrere hunderttausend Franken.

Und übrigens…

Wenn die Polizei bei dir illegale Substanzen findet, kann sie dir den Fahrausweis auf unbestimmte Zeit wegnehmen – egal, ob im Auto oder Taxi.

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